Die Filmreihe Transit – Geschichten von Reisenden und Migrant:innen erkundet Orte, an denen wir geboren und aufgewachsen sind, sowie Orte, die wir jetzt unser Zuhause nennen. Wir sind Filmemacher:innen, die in der ehemaligen Sowjetunion, Äthiopien, Palästina und Israel geboren und in Deutschland, Israel oder anderswo gelandet sind: manche freiwillig, manche nicht. Einige unserer Migrationsbewegungen könnten als rein geografisch oder äußerlich beschrieben werden, andere als eher politisch, emotional und fanden nur in unserem Inneren statt. Einige unserer Herkunftsländer existieren nicht mehr, andere kämpfen um ihre Zukunft und ihre Identität.
Angetrieben von dem Wunsch, die besondere Perspektive von Migrant:innen zu begreifen, begeben wir uns auf die Reise in unsere eigene Vergangenheit und betrachten dabei kritisch unsere Gegenwart. Wir treten in Dialog mit unserer eigenen Generation und mit der Generation unserer Eltern und werfen einen vorsichtigen Blick in die Zukunft.
In dieser Filmreihe bringen wir unsere Filme (und uns selbst) zusammen und treten miteinander in Dialog, obwohl oder genau weil sich unsere Erzählungen widersprechen, auch wenn die Migration und die Ankunft der Einen den Beginn der Entwurzelung und des Exils des Anderen markiert.
Zwischen Aufbruch und Ankunft, Verlust und Zugehörigkeit lädt diese vierteilige Filmreihe zu einem cineastischen Dialog zwischen Filmen, Filmemacher:innen und Perspektiven ein. Jeden vierten Sonntag des Monats, im September, Oktober, November und Dezember. Die Vorführungen beginnen jeweils um 11 Uhr (das Kino öffnet um 10 Uhr). Im Anschluss an die Screenings werden die Kuratorinnen der Filmreihe im Foyer des Kinos ein informelles Gespräch mit den anwesenden Filmemacher:innen/Expert:innen führen. Die Veranstaltungen finden mehrheitlich in englischer Sprache statt.
Masel Tov Cocktail
Spielfilm von Arkadj Khaet (30 mins)
Superwoman
Dokumentarfilm von Yael Kipper und Ronen Zaretsky (60 mins)